Vila Real de Santo António

Reisetipps für Vila Real de Santo António an der Mündung des Rio Guadiana, dem Grenzfluss zwischen der Algarve in Portugal und Andalusien in Spanien: Hotels und Ferienwohnungen, endlose Sandstrände und Casino im Badeort Monte Gordo, Bootsausflüge auf dem Guadiana, Sportstadion und Golfplätze, Sehenswürdigkeiten, Einkaufstipps, Fähre nach Ayamonte, ...
Vila Real de Santo António
  • Distrikt: Faro > Kreis: Vila Real de Santo António > Gemeinde:
  • Bevölkerung: 11.900
  • Entfernungen: Faro Flughafen 66 km Lissabon Flughafen 325 km

Vila Real de Santo António ist eine Kreisstadt (municipio) im Distrikt Faro (Algarve), der südlichsten Region Portugals, an der Grenze zu Spanien.


Vila Real de Santo António Lage und Verkehrsanbindung

Vila Real de Santo António am Guadiana, dem Gernzfluss zu Spanien

Die Stadt liegt an der Mündung des Rio Guadiana, dem Grenzfluss der Algarve zum benachbarten Spanien. Die wegen ihrer endlos langen, flachen Sandstrände auch „Sandalgarve“ genannte Ostalgarve (Sotavento Algarvio), erstreckt sich von Vila Real bis nach Olhão.

Die Autobahn A22, die von Lagos im Westen bis an die spanische Grenze führt, endet nördlich der Stadt bei Castro Marim. Über die Abfahrt 18  ist Vila Real in wenigen Minuten zu erreichen. Die Nationalstraße EN125, die Hauptverkehrsachse der Algarve in West-Ost Richtung, endet im Ort, ebenso die einspurige Bahnlinie Linha do Algarve. Der Busbahnhof der EVA Busse, der besten Verbindung des öffentlichen Nahverkehrs, liegt an der Uferpromenade.

Aus Spanien erreicht man den Ort über die Autobahn A49/E1 aus Richtung Sevilla über die Brücke bei Castro Marim. Der grenznahe Autobahnabschnitt der A22 kann kostenlos befahren werden. Zum spanischen Ayamonte am anderen Ufer des Guadiana besteht nur eine Fährverbindung.


Vila Real de Santo António Sport und Freizeit

Endlose Sandstrände, Bootsfahrten und Golfplätze

Zwischen der Mündung des Rio Guadiana und dem Beginn der Lagunenlandschaft der Ria Formosa bei Cacela Velha erstreckt sich ein mehr als 10 Kilometer langer Streifen herrlicher breiter Sandstrände, dem die Ostalgarve die Bezeichnung „Sandalgarve“ verdankt. Das Wasser ist flach und wärmer als an der Felsenalgarve im Westen, so dass auch Familien mit Kleinkindern hier einen ungetrübten Badeurlaub erleben können.

Der zentrale Platz der Stadt ist der Praça Marquês de Pombal, benannt nach dem Premierminister, der den Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben veranlasste. Die Kirche am Rande des quadratischen Platzes ist zu beiden Seiten von baugleichen Stadthäusern umsäumt, eine Voraussetzung für die Bauzeit von nur 5 Monaten. Der Obelisk in der Platzmitte ist dem König José I gewidmet.

Entlang der  palmenbestandenen Promenade Avenida da Republica am Guadiana Fluss liegen schöne Jugendstilhäuser, darunter das Hotel Guadiana, das erste Hotel an der Algarve. Der kleine Yachthafen liegt am nördlichen Ende der Promenade. Am Kai neben dem Hafen legen die Schiffe für einen Bootsausflug flussaufwärts ab, ebenso die Fähre ins benachbarte Ayamonte am spanischen Ufer - die einzige direkte Verbindung zwischen den beiden Städten.

Die Ostalgarve wurde erst spät für den Golfsport entdeckt. Inzwischen sind aber schon sechs Golfplätze in einem Umkreis von nur 15 km von Vila Real aus erreichbar, hinzu kommen drei weitere auf der spanischen Seite.


Einkaufen in Vila Real de Santo António

Shopping in Vila Real de Santo António

Wegen des Preisgefälles und der unterschiedlichen Mehrwertsteuer lohnt sich bei vielen Gütern ein Einkauf auf der spanischen Seite des Flusses. Im Gewerbegebiet von Ayamonte haben sich zahlreiche Märkte niedergelassen, die u.a. Einrichtungsgegenstände, Autoreifen und Elektroartikel günstiger anbieten als in Portugal.  Auch das Tanken in Spanien lohnt sich.


Umgebung von Vila Real de Santo António

Die Umgebung von Vila Real de Santo António: Ayamonte, Monte Gordo und Castro Marim

Das benachbarte, am Meer gelegene Monte Gordo hat sich wegen seines herrlichen Strandes und der Nähe zu Spanien zum wichtigsten Urlaubszentrum der Ostalgarve entwickelt. Für Freunde des Glückspiels gibt es in Monte Gordo eines der drei von der Solverde Gruppe betriebenen Spielcasinos an der Algarve, die beiden anderen liegen in Vilamoura und Praia da Rocha. Am östlichen Ortsrand liegt ein großer Campingplatz in einem mit Pinien bestandenen Areal.

Das nördlich von Vila Real gelegen Castro Marim verdankt einen Namen der aus der Zeit der Mauren stammende und später von christlichen Ritterorden weiter ausgebaute Burg. Jedes Jahr im August findet dort ein Markt des Mittelalters mit Ritterspielen, Gauklern, allerlei Spektakel und mittelalterlicher Musik statt.

Sehenswert ist auch das in der Burg befindliche archäologische Museum. Von den Mauern und Zinnen der Burg hat man einen großartigen Rundblick auf die unten liegende Ortschaft, die gegenüber liegende Festung Castelo de São Sebastião und das Naturschutzgebiet Sapal do Castro Marim am Rio Guadiana.

Die geschützten Salzmarschen um Castro Marim dienen nicht nur zur Gewinnung von Meersalz (Sal Tradicional), sondern sind auch ein Refugium für viele Vogelarten. Insbesondere im Frühjahr und Herbst sind sie ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Die hügelige Landschaft im Kreis Castro Marim westlich des Rio Guadiana bietet sich für Wanderungen an. Sie ist durch eine Reihe von Wanderwegen gut erschlossen.  Dort liegen auch die beiden Staudämme Barragem de Odeleite und Barragem de Beliche, die einen wesentlichen Beitrag zur Wasserversorgung der Algarve beitragen.


Geschichte von Vila Real de Santo António

Vila Real de Santo António und der Marques de Pombal

Vorläufer der heutigen Stadt an der Mündung des Rio Guadiana war ein kleiner Fischerort namens Santo Antonio de Avenilha, der durch das Erd- und Seebeben von 1755 völlig zerstört wurde. Zur Demonstration der Stärke gegenüber dem benachbarten, aber verfeindeten Spanien entschloss sich der Premierminister Marquis de Pombal, eine neue Stadt aufzubauen und dabei auf Techniken zurückzugreifen, die sich bereits beim Wiederaufbau des ebenfalls zerstörten Lissabon bewährt hatten. So entstand in der Rekordzeit von nur 5 Monaten eine am Reißbrett geplante Stadt mit Schachbrett-artigem Grundriss. Dem König José I zu Ehren wurde sie Vila Real („Königliche Stadt“ ) genannt, und als Referenz an die alte Siedlung erhielt sie den Beinamen des Schutzheiligen Santo António.

Im 19. Jahrhundert war der Ort ein bedeutender Stützpunkt für die Fischerei von Thunfischen und Sardinen sowie ein Umschlaghafen für den Erztransport. Die Tatsache, dass Vila Real die erste Stadt an der Algarve war, die 1886 eine Gasbeleuchtung bekam, unterstreicht die seinerzeitige Bedeutung. 

Nach dem Niedergang der Fischerei Industrie in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Tourismus auch in der Ostalgarve der dominierende Wirtschaftsfaktor.


Kreis Vila Real de Santo António

Zum Kreis (concelho) mit einer Fläche von 58 qkm und 19.156 Einwohnern gehören neben der Kleistadt Vila Real die beiden Gemeinden an der Atlantikküste, Monte Gordo und Vila Nova de Cacela. Das malerische kleine Örtchen Cacela Velha am östlichen Rande der Ria Formosa ist für den Durchgangsverkehr gesperrt. Besucher können das Fahrzeug auf dem großen Parkplatz am Ortseingang abstellen und den Ort bequem zu Fuß erkunden. Die wenigen Häuser  werden überragt von einer kleinen Kirche und einer eindrucksvollen Festung. Diese war in vergangenen Jahrhunderten Bestanteil der Grenzbefestigung zum Nachbarland Spanien.


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