Castro Marim

Urlaub in der Ostalgarve am Rio Guadiana, der Grenze Portugals zu Spanien: Wanderungen & Radtouren, Bootsfahrten auf dem Guadiana, Ausflug ins Naturreservat Sapal de Castro Marim, Golfplätze, Sehenswürdigkeiten, Meersalzgewinnung, ...
Castro Marim
  • Distrikt: Faro > Kreis: Castro Marim > Gemeinde:
  • Bevölkerung: 2.200
  • Entfernungen: Faro Flughafen 63 km, Lissabon Flughafen 323 km

Castro Marim ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren in den Hügeln am Rande des Rio Guadiana, ebenso für Bootstouren von Vila Real d.S.A. flussaufwärts. Die Salzmarschen, ein geschütztes Ökosystem, sind  ein lohnenswertes Ausflugsziel, und Sevilla im benachbarten Andalusien ist über die Autobahn bequem zu erreichen. Die mächtige Burg und die Festung von Castro Marim sind Zeugnisse  kriegerischer Auseinandersetzungen mit Spanien in den vergangenen Jahrhunderten


Castro Marim Lage und Verkehrsanbindung

Sapal de Castro Marim und der Rio Guadiana, die Grenze zu Spanien

Castro Marim im Distrikt Faro (Algarve) ist eine Kreisstadt (municipio) in der Ostalgarve am Rio Guadiana, dem Grenzfluss zu Spanien. Die erhöht liegende Burg ist das weithin sichtbare Wahrzeichen von Castro Marim. Zwischen dem Ort und dem Rio Guadiana erstrecken sich Salzmarschen (Sapal de Castro Marim), ein geschütztes Ökosystem, in denen Meersalz gewonnen wird.

Castro Marim ist über die Autobahn A22 (Abfahrt 18) und die Nationalstraße EN122, die von Vila Real d.S.A. nach Norden führt, zu erreichen. Nördlich von der Ortschaft führt eine Autobrücke Ponte Internacional do Guardiana, die einzige an der gesamten Algarve über den Rio Guadiana, nach Spanien mit Anbindung an die A49 nach Sevilla.

Die einspurige Bahnlinie Linha do Algarve endet wenige Kilometer entfernt im benachbarten Vila Real de Santo António, und die nächste Haltestelle der Busse von EVA Transportes ist in der Gemeinde Altura im Kreis Castro Marim.


Castro Marim Sport und Freizeit

Was kann man in Castro Marim und Umgebung unternehmen

Die nächstgelegenen Golfplätze sind die des Castro Marim Golf & Country Club und des Quinta do Vale Resorts. Auf der spanischen Seite liegen der Costa Esuri Golf Club mit 27Loch und Isla Canela Golf.

Die Stadt verdankt ihren Namen der aus der Zeit der Mauren stammende und später von christlichen Ritterorden weiter ausgebaute Burg. Jedes Jahr im August findet dort ein Markt des Mittelalters mit Ritterspielen, Gauklern, allerlei Spektakel und mittelalterlicher Musik statt. Sehenswert ist auch das in der Burg befindliche archäologische Museum. Von den Mauern und Zinnen der Burg hat man einen großartigen Rundblick auf die unten liegende Ortschaft, die gegenüber liegende Festung Forte de São Sebastião und das Naturschutzgebiet Sapal de Castro Marim am Rio Guadiana.

Die geschützten Salzmarschen um Castro Marim dienen nicht nur zur Gewinnung von Meersalz (Sal Tradicional), sondern sind auch ein Refugium für viele Vogelarten. Insbesondere im Frühjahr und Herbst sind sie ein lohnenswertes Ausflugsziel. Die in 2014 eröffnete „Casa do Sal“ im Zentrum von Castro Marim ist ein Multimedia-Zentrum rund um die Themen Salz und biologische Vielfalt der Salinenlandschaft. Zudem bietet es virtuelle und reale Spaziergänge durch das Naturschutzgebiet von Castro Marim und zeigt in Ausstellungen und Aktivitäten die Verbindung des weißen Goldes der Region zu Kunst und Kultur, Sport und Musik. Außerdem gibt es einen Bereich für die Kleinsten mit pädagogischen Spielen und Anschauungsmaterial, sowie einen Shop mit regionalen Erzeugnissen.

Wer zum Baden ans Meer will, findet endlos lange Sandstrände mit ausgezeichneter Infrastruktur und Qualität an der Küste von der Mündung des Rio Guadiana bei Vila Real de Santo António über Monte Gordo und Altura bis nach Manta Rota.


Einkaufen in Castro Marim

Einkaufen in Castro Marim

Im Ort selbst ist alles für den täglichen Bedarf erhältlich. Wegen des Preisgefälles und der unterschiedlichen Mehrwertsteuer lohnt sich bei vielen Artikeln ein Einkauf auf der spanischen Seite des Flusses. Im Gewerbegebiet von Ayamonte haben sich zahlreiche Märkte niedergelassen, die u.a. Einrichtungsgegenstände, Autoreifen  und Elektroartikel günstiger anbieten als in Portugal.  Auch das Tanken in Spanien lohnt sich.


Umgebung von Castro Marim

Bootsfahrt auf dem Guadiana, Wanderungen und Radtouren

Da Castro Marim nicht direkt am Ufer des Rio Guadiana, ist der nächste Hafen der von Vila Real d.S.A. an der Promenade. Am Kai neben dem Hafen legen die Schiffe für einen Bootsausflug flussaufwärts ab, ebenso die Fähre ins benachbarte Ayamonte am spanischen Ufer - die einzige direkte Verbindung zwischen den beiden Städten.

Die hügelige Landschaft im Kreis Castro Marim westlich des Rio Guadiana bietet sich für Wanderungen und Radtouren an. Sie ist durch eine Reihe von Wanderwegen gut erschlossen.

Dort liegen auch die beiden Staudämme Barragem de Odeleite und Barragem de Beliche, die einen wesentlichen Beitrag zur Wasserversorgung der Algarve beitragen.


Geschichte von Castro Marim

Die Geschichte von Castro Marim seit der Bronzezeit

Im Burgmuseum zeugen Funde von der frühesten Besiedlung des Burghügels Ende der Bronzezeit, gefolgt von Phöniziern, Griechen und Karthagern.  Älteste  Spuren der alten Mauern lassen sich auf das 7. Jahrhundert v. Chr. datieren.

Unter dem Namen „Baesurii“ war der Ort Castro Marim zurzeit der Römer Endpunkt der Römerstraße, die über das heutige Beja entlang dem Rio Guadiana bis nach Mertola führte.

Auch die Westgoten und Mauren nutzten die strategische Lage an der Mündung des Rio Guadiana als wichtigen Stützpunkt. Nicht gesichert ist, ob die Fundamente des inneren Kerns der Burg maurischen Ursprungs sind.

Nach der Vertreibung der Mauren im Jahre 1242 durch der Ritterorden Santiago unter dem Ordensmeister D. Paio Peres Correia erhielt Castro Marim 1277 erstmals Stadtrechte, verbunden mit dem Wiederaufbau der inneren Burg, als Castelo Velho bekannt. Nach der Zerschlagung des Templerordens wurde Castro Marim Sitz der portugiesischen Nachfolgeorganisation, der  Ritter des Christusordens.

Nach einer Zeit des Niederganges durch den Wegzug des Ordens nach Tomar erlebten Burg und Ort während des Zeitalters der Portugiesischen Entdeckungen einen neuen Aufschwung.

Aufgrund der schweren Schäden durch das Erdbeben von 1755 wurde auf dem Hügel gegenüber der Burg eine neue Befestigungsanlage, die Festung Forte de São Sabastião de Castro Marim, als Schutz gegen das benachbarte Spanien erbaut.

Per Dekret von1910 wird die Burg von Castro Marim als nationales Kulturgut klassifiziert und ab Mitte des Jahrhunderts in mehreren Schritten restauriert.


Kreis Castro Marim

Neben der Stadt gehören die an der Atlantikküste gelegene Gemeinde Altura sowie die Gemeinden Azinhal und Odeleite im Landesinneren zum Kreis Castro Marim. Der Kreis hatte 2011 knapp 7 Tsd. Einwohner, ohne nennenswerte Veränderung gegenüber 2001.


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