Privatisierung der TAP

Portugals Regierung macht Privatisierung der Airline teilweise rückgängig
Montag, 08 Februar 2016 | Wirtschaft

 

Die neue portugiesische Regierung hat eines ihrer Wahlversprechen eingelöst und die Privatisierung der Airline TAP (Transportes Aéreos Portugueses) teilweise rückgängig gemacht. Die Vorgängerregierung hatte im November vergangenen Jahres mit einer umstrittenen Entscheidung 61% der Anteile an der TAP Holding SGPS an das brasilianisch-portugiesisches Konsortium Gateway verkauft, um die benötigte Kapitalisierung der Gesellschaft sicherzustellen. Bestandteil des Vertrages waren die Zusagen für erhebliche Investitionen in neue Flugzeuge, den Erhalt des Firmensitzes für 10 und des Drehkreuzes in Portugal für 30 Jahre.

Nun hat nach Presseberichten vom 6. Februar die Regierung einen Teil der Anteile für 1,9 Mio. € zurückgekauft, sodass der Staat Portugal wieder 50%  der Anteile besitzt und über den Posten des Vorsitzenden des Verwaltungsrates die Kontrolle behält. Ursprünglich sollte das Konsortium unter bestimmten wirtschaftlichen Bedingungen die Option zum Erwerb weiterer Anteile der TAP Holding erhalten. Bis zu 5% der Anteile sind für die Mitarbeiter der Gesellschaft vorgesehen.

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