Azoren: Wein vom Vulkan

Das Weinbaugebiet der Azoren mit den DOC Biscoitos, Graciosa und Pico und dem Vinho Regional Açores
Freitag, 19 Mai 2017 | Wirtschaft

Bereits Zar Nikolaus II wusste den Wein von der Insel Pico zu schätzen. Nach einigem Auf und Ab bezüglich der Weinqualität bringen die Weingärten der Azoren heute sehr gute Weine hervor.

Faszinierende Landschaft in Grün und Schwarz

Auf den Azoren-Inseln Pico, Graciosa und Terceira hat Weinbau eine lange Tradition. Die Rebstöcke werden direkt auf Basaltlava am Fuße des Vulkans angebaut. Sie gedeihen dort, im Gegensatz zu anderen Pflanzen, weil ihre langen Wurzeln bis tief ins Gestein dringen. Das Lavagestein hat sogar noch einen Vorteil für die Rebstöcke, denn die dunkle Basaltlava fungiert als Wärmespeicher. Weniger Freude bereiten den Rebstöcken allerdings die salzhaltigen Winde vom Meer. Um die Stöcke zu schützen, haben die Weinbauern kleine Mauern aus Lavagestein um die Rebstöcke herum angelegt. Das "zerteilt" die Weingärten, Currais genannt, in lauter kleine Rechtecke,erklärt www.azoren-links.de. Zwischen den Rebstöcken inmitten der Currais stehen kleine Winzerhäuser aus Lavagestein. Beide zusammen stehen sie für das typische Landschaftsbild. Die Currais der Insel Pico hat die UNESCO 2004 zum Weltkulturerbe erklärt

Heute gibt es wieder Qualitätswein vom Vulkan

Die Weine der Insel Pico wurden in früherer Zeit aus der Verdelho-Traube gewonnen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zerstörten Rebläuse die Weinstöcke, und es wurden widerstandsfähige Rebstöcke angepflanzt, welche aber nicht gerade höchste Weinqualität hervorbrachten. Seit den 1980er Jahren werden auf Pico mit staatlicher Unterstützung wieder die alten Edeltrauben Verdelho, Arinto dos Açores und Terrantez für Likör und Weißwein kultiviert. Aus Pico kommt heute Weiß- und Rotwein. Für letzteren werden u.a. die Rebsorten Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah verwendet.

 

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